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Nachteile:

Schwinden
Durch die Wasserabgabe beim Trocknen verringert der Lehm sein Volumen, er schwindet je nach Tonmineral, Ton- und Wassergehalt um 3 - 7 Prozent. Wenn Verflüssigungsmittel, wie Soda oder eiweißhaltige Flüssigkeiten, in geringem Maße zugegeben werden, braucht man weniger Wasser und Lehm schwindet deutlich weniger. Putze dürfen erst nach dem Austrocknen auf Lehm aufgebracht werden. Bei Leichtlehmen wird das Schwinden oder besser gesagt das Sacken durch den Zuschlagstoff bestimmt. Strohleichtlehm sackt stark, Holzleichtlehm schwach, Mineralleichtlehm (Zuschlag: Blähton, Bims, u.a.) so gut wie nicht.
Quellen
Lehm passt sich an die Umgebungsfeuchtigkeit an und nimmt in Feuchtperioden Wasser auf. Die Volumenänderungen sind zwar gering, aber es ist darauf zu achten, dass verbundene Baustoffe, wie Kalkputze, weich genug sind, um diese "Arbeiten" mitzumachen. Kombinationen mit starreren Baustoffen sollen vermieden werden. Verbundmauern, außen aus gebrannten Ziegeln, innen aus Lehmsteinen, wurden deshalb früher mit sehr weichem Kalk- oder mit Lehmmörtel gemauert.
Feuchteempfindlichkeit
Länger andauernde Feuchtigkeit vermindert die Festigkeit und führt zur Verwitterung. Lehm muss gegen aufsteigende Feuchtigkeit und Regen durch Dachüberstände, durch sorgfältig ausgeführte Horizontalsperren und Außenputz oder Holzschalung geschützt werden.
Frostempfindlichkeit
Wasser in feuchtem Lehm führt zu Frostabsprengungen. Wegen der Trockenzeiten ist die Bauzeit der Nasslehmverfahren auf April bis Ende September beschränkt.

(LASA- Praxishilfe Nr.5)

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